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Projektbausteine

Der Umweltbildungsstandort Naturerlebnis Nutscheid setzt sich aus 4 Bausteinen zusammen.

 

1. Das Tor zum Naturpark Bergisches Land

Erleben der Baumvegetationszonen

ein Eingangsportal mit einem Informationsportal, welches dem Besucher edukative Dienstleistungen, wie z.B. Umwelt-, Wald-, Natur-, Wildnis- und Kräuterpädagogische Tages- und Mehrtagesprogramme offeriert.  

Dies geschieht in Zusammenarbeit mit verschiedenen Kooperationspartnern, u.a. Biologischen Stationen, den Naturschutzverbänden NABU und BUND, den Landesbetrieben Holz und Wald NRW, der Natur- und Umweltschutzakademie NRW, der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und den Sielmanns Naturrangern.

Audioguide geführte Landschaftsparkbegehungen, Themenwege und Wanderstrecken erweitern das edukative Programm.

Es können verschiedenen Übernachtungsmöglichkeiten und regionale Verpflegung gebucht werden.

Die Verpflegung ist Bestandteil des pädagogischen Konzepts und soll verschiedene Ernährungsvarianten  darstellen, um regionale landwirtschaftliche Strukturen zu verdeutlichen.

Der Aspekt der umweltfreundlichen Landnutzung wird dadurch in Bezug zur eigenen Person gebracht.

Des weiteren werden durch das Informationsportal die umweltbildeneden Einrichtung der Region für den Besucher zusammengestellt, beworben und  zugänglich gemacht.

und einer Naturerlebnisakademie - Diese ist ein wichtiger Bestandteil der edukativen touristischen Angebotspalette.

Neben ganzjährigen Ausstellungen zu Themen wie Jagd, Naturschutz, Holzwirtschaft reizen Wanderausstellungen z.B. der Deutschen Bundesstiftung Umwelt  zum Besuch.

Tägliche Programme und Seminarangebote im Bereich Umweltbildung, Naturerlebnis, heimische Flora und Fauna, Kultur- und Historienwanderungen der Region in Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern bieten über das gesamte Jahr attraktive Angebote.

Durch die starke Vernetzung zu zahlreichen Kooperationspartnern ist ein qualitativ hochwertiges und vielseitiges Angebot gewährleistet.

 

2. Naturerlebnispark

Das Gelände der ehemaligen Nutscheid – Kaserne, mit einer Fläche von 8,1 ha wird so umgestaltet, dass ein Landschaftspark auf dem Gelände des Naturerlebnisparks entsteht, welcher die Charakteristika der Landschaft des Bergischen in verkleinertem Maßstab widerspiegelt.

Der Naturerlebnispark fügt sich harmonisch in den landschaftlichen Übergang von Wald hin zu landwirtschaftlicher Nutzfläche ein.

Es hat zum Ziel, ästhetische Gestaltung von land- und forstwirtschaftliche Nutzung der Landschaft in Einklang zu bringen. Wesentliche gestalterische und Nutzungselemente sind:

 

  • Weidewirtschaft und Forstwirtschaft als Rückgrat der Flächennutzung
  • Fließende und stehende Gewässer
  • Waldinseln und Wildnis
  • Formale und ornamentale Gartenelemente
  • Anlage von Baumalleen zur Landschaftsgliederung
  • Inszenierte besondere Orte und Picknickplätze
  • (Rund-)Wanderwege zur Erschließung der Landschaftsszenerie

 

Bestandteile des Naturerlebnisparks sind

 

ein Globales Dorf auch Länderthemenhüttenpark genannt.

Das Globale Dorf besteht aus mehreren „Siedlungsanlagen“.

Die konzentrisch angelegten „Hüttendörfer“ sind in den Landschaftspark eingebunden. Ein so genanntes Familien- und Seminarhaus, das neben sanitären Einrichtungen und Essräumen auch spezielle Räumlichkeiten wie einem Seminarraum und Werkräumen bietet ist weiterer Bestandteil.

Eingebettet in die Hügel und Täler des Landschaftsparks bieten die Dörfer, bestehend aus jeweils 6 Hütten in verschiedenen kulturellen Baustilen (z.B. Stelzenhäuser / Südamerika, Jurten / Asien, Lehmhäuser/ Afrika etc.) errichtet, eine direkte Begegnung mit fremden Kulturen.

Außerschulisches Lernen bietet unvergessene emotionale Erfahrungen, kombiniert mit der Möglichkeit der direkten Nachbearbeitung, erreichen wir einen nachhaltigen Lernerfolg.

Jedes Hüttendorf bildet Schwerpunktthemen u.a. im Bereich Umwelt – und Natur, etwa den Themenkomplexen Wasser, Boden und Luft.

Besonders kulturelle und historische Themenschwerpunkten lassen die Idee des Globalen Dorfes deutlich werden und ermöglichen nachhaltige Erfahrungen.

 

Baumhäuser

In luftiger Höhe können kleine Gruppen bis zu 6 Personen einmal einen Perspektivwechsel der besonderen Art erleben.

In Höhen bis zu 8 m können Besucher Natur ganz neu erfahren.

Durch die nicht alltägliche Umgebung und emotionale Herausforderung wird eine intensive Wahrnehmung der Umwelt möglich.

Vögel und Tiere können in den Baumkronen aus ganz neuer Perspektive beobachtet werden.

In ungewohnter Höhe wird der Blickwinkel der Besucher auf die Tierwelt geweitet und lässt Natur intensiver erleben.

Es besteht die Möglichkeit, eine Nacht in der Beobachtungsstation zu verbringen und auch nachtaktive Tiere, wie Kauze und Fledermäuse, aber auch Tiere am Boden, z.B. Marder und Fuchs zu beobachten.

Kognitiv  Erlerntes über Natur und Ökologie findet so eine intensive Umsetzung und emotionale Verankerung im Bewusstsein der Besucher.

Vor allem für Familien ist dieses Angebot gestaltet.

Beziehungen zwischen Eltern und Kinder zu intensivieren und gemeinsame Erfahrungsmöglichkeiten schaffen ist ein wichtiger Aspekt.

 

einem Heckenirrgarten

Ein immergrüner und frei zugänglicher Irrgarten spricht die Sinne der Besucher auf vielfältige Weise an.

Die Wahrnehmung, insbesondere das Fühlen und Tasten, aber auch der Geruchssinn, werden hier in hohem Maße angesprochen.

Darüber hinaus fordert ein Irrgarten, der im Gegensatz zum Labyrinth zahlreiche Wege bietet, den Orientierungssinn seiner Besucher in besonderer Weise.

So dient der Heckenirrgarten nicht zuletzt nur der naturerlebnispädagogischen Bildung, sondern führt seine Besucher mitunter auch an die Grenzen der persönlichen Frustrationstoleranz, wenn z.B. der Weg durch den etwa 2m hohen Irrgarten nicht immer gleich ans Ziel zu führen scheint.

 

ein Wasser- und Abenteuerspielplatz

Der frei zugängliche Wasser- und Abenteuerspielplatz richtet sich vor allem an kleinste und kleine Kinder von 1 bis 12 Jahren.

Der Kontakt mit verschiedenen Naturmaterialien regt die Sinne und die Kreativität der Kinder auf unterschiedliche Weise an.

Mit seiner Nähe zu natürlichen Spielorten, etwa einem Kletterbaum oder Bachlauf, soll der Wasser- und Abenteuerspielplatz Kinder animieren, die Scheu vor „Draußen“ zu verlieren und sich wieder mehr in der Natur zu bewegen.

Besonders die frühe psychomotorische Förderung steht hier im Mittelpunkt. Verschiedene Kletterelemente unterstützen die vestibuläre und koordinative Entwicklung der Kinder.

Kinder lernen vor allem durch Ergreifen und Begreifen.

So dient der Wasser- und Abenteuerspielplatz der Unterstützung zahlreicher Aspekte der frühkindlichen  Entwicklung.

 

ein System von Höhlenirrgängen

Höhlen zu erleben ist im Oberbergischen nur bedingt möglich.

Die wenigen natürlichen Höhlen bieten zum Teil geschützten Tier- und Pflanzenarten ein sicheres Domizil.

Unsere Höhlenirrgänge bietet spannendes Erkunden und Entdecken unter Beachtung des Umweltschutzes mit einem Plus an Sicherheit.

Die Höhlenirrgänge durchziehen den gesamten Landschaftspark, vergleichbar einem Schweizer Käse.

Die Höhlenirrgänge verfügen an einigen Stellen über Sichtfenster in Höhlenwänden, welche die geologische Bodenstruktur und Fauna aus nächster Nähe sichtbar machen und somit einzigartige Einblicke in den Lebensraum Boden gewähren.

 

einem Sinnesrundweg

Rund um das Gelände des Naturerlebnisparks führt ein Sinnesrundweg.

Auf ihm können Besucher sich mit den vielfältigsten Sinnen ansprechen lassen.

Neben verschiedenen Bodenbelägen, die den barfuss wandernden Besucher über den Tastsinn ansprechen gibt es Stationen, an denen u.a. verschiedene Klanginstallationen aufgestellt werden, Stationen mit Wasser - Begegnung und Rebalancing – Plätze zu finden sind.

Der Sinnesrundweg ist für alle Besucher frei zugänglich.

 

3. Baumwipfelpfad

Ein Baumwipfelpfad ist eine Brücke durch den Wald.

Der Baumwipfelpfad des Naturerlebnis Nutscheid ist 350 m lang und kreisförmig angelegt.

Von einem Aussichtsturm ausgehend beginnt die Brücke, welche durch eine Breite von 2,50 m bequem ein aneinander vorbeifahren von Kinderwägen und Rollstühlen ermöglicht,  in 7 m Höhe und führt bis zu 33 m Höhe durch die verschiedenen Baumvegetationszonen zurück zum Aussichtsturm.

Ein Baumwipfelpfad ist ein edukativer Baustein, der zahlreiche Möglichkeiten bietet, um Menschen Natur auf besondere Art und Weise nahe zu bringen.

Ein barrierefreier Besuchersteg, der die Besucher auf Stelzen in bis zu 30 m Höhe führt, bietet auch Personen mit Kinderwagen oder im Rollstuhl die Möglichkeit, Baumwipfel und das Leben darin einmal von oben zu betrachten.

Eine kindersichere Brüstung sichert die Besucher auf den Besucherstegen.

So können die verschiedenen Baumvegetationszonen aus nächster Nähe beobachtet werden.

Lern- und Erlebnisstationen ermöglichen es zudem, Flora und Fauna spielerisch zu entdecken.

Ein barrierefreier Aussichtsturm bietet mit 40 m Höhe eine weite Aussicht rund ums Bergische und weit darüber hinaus.

Er gibt einen Eindruck über die Gesamtlandschaftliche Struktur des Oberbergischen und angrenzende Gebiete, wie den Westerwald oder das Siebengebirge.


4. Wanderwegenetz

An den klassifizierten Qualitätswanderwegen  "Wege durch die Zeiten" und "Siegsteig" entstehen Lehr- und Themenpfade mit zahlreichen Schautafeln und Wissensstationen für interessierte Wanderer, die Informationen zu zahlreichen Aspekten der heimischen Biologie, aber auch Jagd und Forstwirtschaft bieten.

Mit natur-, wald- und naturerlebnispädagogischen Angeboten, stellt Naturerlebnis Nutscheid den Besuchern für ein ivielseitigess Erlebnis zu Verfügung.

Exkursionen mit Förstern und Rangern bringen Besuchern den Lebensraum Wald unter verschiedenen Aspekten näher.